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Die Menschen von Teneriffa

„Die Kanaren sind wie die Giganten des Teide, äußerlich still wie der Schnee und feurig im Herzen ...“ (Volkslied).
Lange bevor die ersten europäischen Seeleute auf den Kanarischen Inseln eintrafen, waren alle sieben Inseln bewohnt. Man bezeichnete diese Eingeborenen als 'Guanches', was in der Sprache der Einheimischen 'Mann' bedeutet.
Man nimmt an, dass die 'Guanches' wahrscheinlich im 1. oder 2. Jht. vor Christus von Afrika auf die Inseln gekommen sind. Als Abkömmlinge der Cro-Magnon-Menschen waren sie groß, weißhäutig, blauäugig und blond.
Die Kanaren sind wie die Giganten des Teide, äußerlich still wie der Schnee und feurig im Herzen
Die 'Guanches' waren Höhlenbewohner, was in Anbetracht des Klimas auf den Kanarischen Inseln eine logische Folgerung war. Eine Höhle war ideal für beides, Sommer und Winter; sie boten sowohl Kühle als auch Wärme und waren hervorragende Lagerplätze.
Aber wie kamen die 'Guanches' auf die Inseln, wenn es doch keinen Nachweis für Boote gab?
Eigentlich weiß das niemand so genau, aber man nimmt allgemein an, dass sie von Piraten ausgesetzt oder von ihrem eigenen Volk verbannt worden waren. Eine andere Theorie besagt, dass sie mit Floßen aus Schilfrohr von Nordafrika herüber gekommen waren. Die Altkanarier lebten im Steinzeitalter, aber sie waren nicht ganz so primitiv, denn sie besaßen eine relativ hoch entwickelte Gesellschaftsstruktur. Von Insel zu Insel unterschiedlich waren sie jedoch meistens in Bezirke eingeteilt, die einem Häuptling unterstanden, der wiederum von einem Ältestenrat beaufsichtigt wurde. Als die Spanier sie entdeckten, lebten die Eingeborenen noch in der Jungsteinzeit, aber sie waren schon so fortgeschritten, dass sie bereits Töpferei betrieben. Ihre Nahrungsmittelspeicher enthielten hauptsächlich Milch, Butter, Ziegenfleisch, Schwein und einige Früchte. Ihre Kleidung bestand aus Ledertuniken und Westen aus geflochtenen Binsen. Sie hinterließen Alphabet ähnliche Gravierungen und Zeichen, deren Bedeutung allerdings unklar ist.
Die heutige Bevölkerung der Kanarischen Inseln ist ein stolzes, freundliches und heiteres Volk. Gewöhnlich sind sie sehr hilfreich und zeigen Besuchern gern ihr Land und ihre Kultur.
Aufgrund der Tatsache, dass diese Inseln für so lange Zeit als Brücke zwischen Europa und dem Rest der Welt diente, findet man auf den Kanaren eine Vielzahl von ethnischen Mischungen, die alle voll integriert in der Gesellschaft leben.
Jeder Inselbewohner besitzt innerhalb der Kanaren entsprechend der Insel, auf der er lebt, seine eigene Identität. Die Einheimischen von Teneriffa nennt man 'Tinerfeños'.
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